krista posch
krista posch

Aus der "NACH(T)KRITIK" von Sabine Zaplin, BR, 30.3.2017 :

 

„Glaube Liebe Hoffnung“, Ödön von Horváths „kleiner Totentanz in fünf Bildern“, präsentiert Krista Posch als einen dichten Hörspielreigen mit sog-gleicher Abwärtsbewegung, als Höllenritt der Verlierer in einer Gesellschaft zwischen Karrierekampf und Sozialneid. Sie spricht und gestaltet sprechend sämtliche knapp zwanzig Rollen dieses Theaterstücks, bewegt sich dabei in den von Peter Ludwig am Klavier geschaffenen Klangräumen wie in einem imaginären Bühnenbild. Die Musik wird zum Boden der Geschichte, zu ihrem Horzont, ihrem Abgrund. Und Krista Posch verwandelt sich von der Elisabeth in die Geschäftsfrau Irene Prantl, in den Schupo Alfons Klostermeyer, in die Präparatoren verschiedenster Hierarchiestufen des Anatomischen Instituts und in alle anderen, denen Elisabeth auf ihrem Weg aus einem Frühlingsbüro bis hinunter in den eiskalten Novemberfluss begegnet.
In seiner Dichte und Eindringlichkeit dieser konzentrierten Lesefassung wird aus dem auf einer Gerichtsreportage der frühen Dreissiger beruhenden Drama eine Geschichte von verstörender Aktualität. Dass der „Wohlfahrtsstaat“ von manchen nach Strich und Faden ausgenützt würde, dass die Hilfsbereitschaft der einen den betrügerischen Absichten der anderen zunichte gemacht würde und dass die eigenen Gefühle und Sehnsüchte den vorherrschenden Karriereidealen entgegen stehen, sind sehr gegenwärtige Themen und Schlagwörter. Da, wo eine Gesellschaft auseinander zu driften droht, tut sich jener Abgrund auf, der mit einem Spagat nicht mehr zu überwinden ist und in dem die Ungeübten leicht versinken...... "

 

 

 

Zu meinem THEATER AM TISCH schrieb die Presse ( Klaus Schmidt, Oberallgäu-Kultur) am 11.2.2017 :
".......Der österreichisch-ungarische Schriftsteller wurde zu dem Stück 1932 durch einen Gerichtsreporter angeregt. Ödön von Horváth spitzt die Brisanz des Falles in diesem auf Tatsachen beruhenden Drama noch durch die Kürze und Prägnanz der Szenen sowie eine bewusst nüchtern gehaltene Sprache zu. In der ver- birgt sich viel bitterböser Witz und schwarzer Humor. Diesen deckt Krista Posch bis in feinste Nuancen auf. Großartig.
Peter Ludwig am Klavier rundet diese eindringliche Darstellungs- kunst mit dezent pointierten Klän- gen ab. Die sparsam eingesetzte Musik dient dabei nicht nur als Klangkulisse, sondern vertieft die Stimmung und führt sie weiter. Zweimal setzen Lieder Akzente, Jazzstandards aus den 30er-Jahren, die die Handlung des Stückes spiegeln. ....."  Das Foto unten  ist der Besprechung entnommen .

 

 

Aus der OVB-online vom 25.1.2016 :

 

"Krista Posch begeisterte im Café „Die Schranne“ in Wasserburg mit einer inszenierten Lesung des Gesellschaftsdramas. Musikalisch begleitet wurde die Schauspielerin und Sängerin auf kongeniale Weise am Flügel vom Wasserburger Pianisten Peter Ludwig.....

Krista Posch sprach, las, und spielte das emotional bewegende und gelegentlich auch komische Gesellschaftsdrama. Mit bemerkenswerter Verwandlungsfähigkeit bestritt die Schauspielerin alle Sprechrollen. Ihre Rezitationen hatten dabei Hörspielcharakter, in der Männer- wie Frauenrollen, auch die gedrechselte Sprache einer obrigkeitshörigen Ordnungsmacht hervorragend zur Geltung kamen. Peter Ludwigs musikalische Dramatisierung verlieh Horváths Meisterwerk zusätzlich Spannung und Tiefe.

Da war die Hauptperson Elisabeth, die sich eine Existenz aufbauen wollte. Statt Unterstützung schlug ihr jedoch nur Misstrauen entgegen. Aus einer anfangs optimistischen Frau wurde eine zutiefst vom Leben Enttäuschte und Verzweifelte. Dabei hätten die Konflikte, mit denen sie zu kämpfen hatte, auch in die Gegenwart gepasst: Wirtschaftskrise, drohender Existenzverlust und soziale Kälte. Ordnung in ihr Leben hätte eigentlich der verliebte Schutzpolizist bringen können. Doch der hatte die Liebe der Pflicht untergeordnet. Mit von der Partie waren außerdem die Präparatoren des anatomischen Instituts in einer seelosen Welt der Leichen und ein tollkühner Lebensretter, der Elisabeth aus dem Wasser zog. Eine Reihe weiterer illusterer Personen machte den Reigen komplett: Ein Baron mit Trauerflor, dem die Frau auf ungeklärte Weise gestorben war, die Eigentümerin der Korsettfirma sowie die Frau des Herrn Amtsrichters. Sie alle kamen durch Krista Posch so zu Wort, dass man bei geschlossenen Augen an ein komplettes Ensemble hätte denken können.

 

 

Kritik aus der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten"  10.12.15

verfasst von Margit Oberhammer

 

 

 

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