krista posch
krista posch

 

 

Tageszeitung ( Südtirol )

   

 

anlässlich eines filmes über mich in 3sat

 

Uns Älteren ist Krista Posch noch bestens in Erinnerung: interessant, gut aussehend, wenig angepasst, eine vorzügliche Radiosprecherin, die Südtirol jahrelang sehr angenehm durch die Nachrichten begleitet hat. Dazwischen hat sie immer wieder die karge Südtiroler Landschaft aufgefrischt. Und plötzlich war sie weg.

 

Sie hat alles hinter sich gelassen, um sich ihrer Leidenschaft, dem Schauspiel zu widmen. „Ich musste es machen, sonst wäre ich vielleicht eine missmutige Mutter in Bozen geworden“, sagt sie heute. Was man ihr damals nachgesagt hat, möchte ich lieber nicht wissen.

Ihr Opa, ebenfalls leidenschaftlicher Schauspieler, war noch schlechter dran: Er musste Antiquitätenhändler werden, um akzeptiert zu werden, erzählt Krista Posch im Dokumentarfilm , den Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken über sie gedreht haben.

 

Krista Poschs Lebensweg ist ungewöhnlich und mutig.Die Frau, die viel jünger aussieht, als sie ist, hat in einer Zeit, in der das nicht üblich war, einen Schritt getan, den sie tun musste: Sie hat sich mit 29 Jahren am Max-Reinhardt-seminar beworben. Erfolgreich. Für das Theater hat sie das Leben, das bereits vorgezeichnet war, verlassen.

 

Sie trat im Theater in der Josefstadt auf, drehte in Wien erste Filme, (u.a. mit KM Brandauer) und beeindruckte als Moid in Mitterers „Stigma“ so sehr,dass sie vom Düsseldorfer Schauspiel engagiert wurde.

 

Mit dem legendären August Everding begann ihre Zeit am Bayrischen Staatsschauspiel. Es folgten Engagements am Münchner Volkstheater und den Münchner Kammerspielen. Seit 1991 ist sie als freie Schauspielerin tätig.

 

Edith Eisenstecken und Evi Oberkofler, die beiden in München lebenden und aus Südtirol stammenden Filmemacherinnen, haben KP vor die Kamera gebeten und damit ihre Südtirol-Porträt- Filmreihe um einen Mosaikstein erweitert. Begonnen hat die reihe 2002 mit einem Porträt über Anita Pichler, in welchem KP Pichlers Texte sehr einfühlsam gelesen hat.

 

Die 30 Minuten Posch-Film haben eine klare Struktur: da gibt es ein langes Interview, in dem sich KP erzählt, und diese Erzählung ist durchwachsen von Bildmaterial, schön geschnittenen Foto-Sequenzen, einem Bildertanz aus der Vergangenheit und dokumentarischen Sequenzen aus der Gegenwart.

 

Da ist die Schauspielrin im Synchronstudio zu sehen, wie sie Charlotte Rampling eine deutsche Stimme gibt, da werden Hörspielaufnahmen im Studio gezeigt, bei denen KP hingebungsvoll im Wasser rührt, damit das Badewannen-Plätschern auch glaubwürdig rüber kommt - eine hinreissende Szene, die zeigt, wie prosaisch das hergestellt wird, was uns dann als grosses künstlerisches Ganzes begegnet. Und schliesslich darf das Porträt mit einem Posch - Chanson ausklingen - wie könnte es auch anders sein. Die 30 Minuten bringen jedenfalls eine Frau näher, die den meisten Südtirolern wohl nur mehr aus dem TV bekannt ist.

Das Posch - Porträt war längst fällig!                

 

 

 

 

Anfrage HORVÁTH & RILKE :

>>> Kontakt 

 

Anfragen Film & Theater :

www.agenturvogel.de 

Fotografie & so :

Instagram

 

Wenn meine Homepage gefällt, hier der neue Button :

Empfehlen Sie diese Seite auf: