krista posch
krista posch

 



von Malve Gradinger  Münchner Merkur  2008

 

 

 

„ Man kennt ihr Gesicht, das für Modigliani Modell gewesen sein könnte. Man kennt sie als Schauspielerin auf der Bühne, aus Film und Fernsehen. Und dann gibt es sie auch noch als Chansonsängerin: Krista Posch.

 

In ihrem neuen Liederabend, mit dem sie ab morgen in der Pasinger Fabrik gastiert, interpretiert sie 25 nachdenkliche und amüsante Chansons, geschrieben von ihr und von Peter Ludwig.

 

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viele, vorallem Frauen, so positiv auf den Titel reagieren! Anscheinend ist Bedarf!“sagt sie lachend.

 

 

 

Der verschenkte Mann als Alternative zur Scheidung ist nur EIN Aspekt des Abends, in dem eine „jugendliche Frau fortgeschrittenen Alters“ (Posch) Lieder singt über Trennung, Sich Wiederfinden, Schönheit, übers Älterwerden und Sich Verändern.

 

 

 

„Man ist einfach jeden Tag anders. Es kann in Sekundenbruchteilen passieren, dass man sich anders fühlt, als zuvor, dass man zu anderen Dingen fähig ist. Es sind Chansons, die etwa über das Leben erzählen..., in denen der Zuschauer sich möglicherweise wieder erkennt. Und das ist eigentlich das Schönste, was man erreichen kann von der Bühne aus.“

 

 

 

Von der Bühne des Bayrischen Staatsschauspiels hat sie sich Anfang der 90er Jahre freiwillig verabschiedet. „Es war unter Günther Beelitz so, dass Regisseure kamen, die ihre Frauen mit brachten, die dann die Rollen spielten, von denen ich glaubte, dass ich sie spielen muss und kann.“

 

Veränderung, etwas Neues beginnen, das ist Poschs Lebensmuster, das sich schon in der Heimatstadt Bozen abzeichnet.

 

„Über Kinderrollen beim Hörspiel beim Radiosender RAI, Sender Bozen, wurde ich nach dem Abitur bald Redakteurin. Die Kindersendungen, das Jugendmagazin, die Interviews, das waren interessante Aufgaben. Aber irgendwann war ich nur mehr am Mikrofon, nur mehr Ansagerin, und dann hab ich gekündigt.“

 

 

 

Theater gespielt hatte Posch nebenher schon, semi-professionell. Die Aufnahmeprüfung am Max-Reingard-Seminar in Wien ist also kein Problem. Noch während der Ausbildung spielt sie in Karin Brandauers Verfilmung von Schnitzlers „Der Weg ins Freie“.

 

„Ein Zweiteiler mit Brandauer als Partner, das war eine sehr schöne Aufgabe. Und Schnitzler hätte ich auch gern am Theater gespielt, aber es gibt Rollen, die sind an mir vorbei gegangen, zum Beispiel die Horváth - Mädchen. „Glaube, Liebe, Hoffnung“ an den Münchner Kammerspielen, mit der wunderbaren Brigitte Hobmaier, hat mir besonders gefallen in der letzten Zeit.“ 

 

 

 

Auch die Kleist - Frauen hätte sie gerne gespielt, bekennt sie - aber ganz ohne Larmoyanz. Natürlich hat sie viele schöne Rollen gehabt in Shakespeare-, Brecht- und Tschechow-Stücken, und bei ihrer positiven Einstellung -„abgeschlossen ist gar nix, es bewegt sich immer was weiter“-  kommen wieder neue Dinge auf sie zugeflogen. Glücklich verheiratet mit dem Schauspieler Jan Eberwein, ebenso in Erinnerung aus der Ära Beelitz, macht Posch Hörspiel, synchronisiert den britischen Filmstar Ch.Rampling, und dreht Filme.“ Ich werde oft als Dame besetzt...aber in einem SOKO Kitzbühl Special durfte ich das Dienstmädchen der Frau spielen, die ich üblicherweise gespielt hätte. Das war mal was anderes. Und in der „Bauernprinzessin“, eine ORF/BR Ko-Produktion, spiele ich eine Bäuerin.“

 

Und wie empfindet sie die Anzeichen des Älterwerdens, um das es ja in diesem Chansonabend geht?„Da schau ich staunend hin und denke mir, aha, das ist jetzt neu. Aber beunruhigt bin ich deswegen nicht. Wenn ich nicht mehr älter werde bin ich ja tot. Und noch lebe ich gern“

 

 

 

 

 

 

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